
In dunklem Violett, glänzend und knackig frisch: Die Aubergine entpuppt sich als vielseitiges Multitalent. Über 46 Millionen Kilogramm wurden im Jahr 2009 in den Niederlanden geerntet: Ursprünglich aus dem tropischen Asien stammend, entwickelt sich die Aubergine auch im feucht-warmen Klima spezieller Gewächshäuser in unserem Nachbarland ganz hervorragend. Auch nach der Ernte mag die Aubergine es eher warm: Gelagert werden sollte sie – ihrer tropischen Herkunft entsprechend – nicht im Kühlschrank, sondern bei Zimmertemperatur. Etwa eine Woche bleibt sie so glatt und appetitlich glänzend. Weitere Informationen über Lagerung und Zubereitung der Aubergine finden Sie bei Veggipedia.
Das Fruchtgemüse hat keinen intensiven Eigengeschmack: Sein angenehm mildes Aroma entfaltet es beim Backen und Dünsten. Warm zubereitet passt die Aubergine zu fast allen Speisen und macht sich auch in rein vegetarischen Gerichten gut. Kräftige Geschmacksgeber wie Knoblauch und duftende Kräuter sind hervorragende Begleiter. Selbst im Salat ist die auffällige Frucht bestens aufgehoben: Doch zuvor sollte sie unbedingt ein bis zwei Minuten blanchiert werden. Die Aubergine ist eine der wenigen Gemüsesorten, die nicht roh verzehrt werden sollten. Der in ihr enthaltene Stoff Solanin verursacht Magen- und Darmbeschwerden. Die schöne Schale sollte bei jeder Zubereitungsart an der Frucht bleiben und nicht entfernt werden. Unter ihr verbirgt sich ein großer Teil der gesunden Inhaltsstoffe: Die Vitamine C, B1, B2 und B6, Folsäure, vor allem aber Mineralstoffe wie Natrium, Calcium, Kalium und Magnesium stecken in der „Eierfrucht“.
Eierfrucht – diesen heute weniger bekannten Namen trägt die Aubergine bereits seit Jahrhunderten: Im alten China gab es kleine weiße und gleichmäßig oval geformte Sorten. Eine kleine, weiße Variante des vielfältigen Fruchtgemüses bauen die holländischen Bauern auch heute noch an. Wie die gelbe und die gestreifte Aubergine landet sie jedoch deutlich seltener auf dem Teller, als die große, violette Schwester.