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Deutsche mögen Gemüse aus Holland



12-01-2010

Pünktlich zur Internationalen Grünen Woche (IGW) 2010 zieht es auch die Niederländer wieder nach Berlin. Bereits 1951 gab ein holländischer Betrieb der Grünen Woche einen ersten internationalen Hauch. Zwei Jahre später waren die Niederländer mit einem Gemeinschaftsstand auf der IGW vertreten und begründeten damit ihre lange Tradition als Aussteller auf der Grünen Woche. Seitdem sind sie als einzige Nation jedes Jahr auf dem Messegelände am Funkturm dabei. Selbstverständlich ist die Agrarwirtschaft aus dem Nachbarland auch 2010 auf der weltgrößten Verbrauchermesse für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau wieder mit einem Gemeinschaftsstand vertreten und begrüßt die IGW-Besucher wie gewohnt gastfreundlich in Halle 18. Neben ihrer breiten Produktschau bieten die Holländer auch in diesem Jahr den Besuchern eine Überraschung an ihrem üppig bepflanzten Stand.

Nachhaltigkeit ist oberstes Gebot

Die Niederlande sind nach den USA der zweitgrößte Agrarexporteur der Welt. Im Jahr 2008 betrug das Netto-Exportvolumen für niederländische Agrarprodukte rund 29 Milliarden US-$. Rund um den Globus weiß man die zuverlässig sichere Qualität aus holländischen Gewächshäusern, von den Äckern und Weiden sowie aus Ställen und Schlachthäusern zu schätzen. Besonders für die deutschen Konsumenten kommt aber noch ein weiterer wichtiger Faktoren hinzu: Die Agrarprodukte aus dem Nachbarland müssen nur kurze Wege vom niederländischen Erzeuger bis in die deutschen Supermärkte und Discounter zurücklegen. Das garantiert nicht nur beste Frische, sondern ist auch noch gut für die Umwelt. Aber nicht nur die kurzen Wege sind gut für Umwelt und Klima, die nachhaltigen Produktionsverfahren in den Niederlanden sind es auch. Von energieeffizienten Gewächshäusern über artgerechte Nutztierhaltung bis hin zur Entwicklung neuer Verfahren für eine energieneutrale Produktionskette in der Molkereiwirtschaft steht das Thema "Nachhaltigkeit" im Fokus der niederländischen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Die große Bedeutung nachhaltiger Produktionsweisen ist daher für die Holländer Chefsache. Die niederländische Landwirtschaftsministerin Gerda Verburg wird in diesem Jahr rund 386 Millionen € in die Erforschung nachhaltiger Produktionsverfahren investieren. Darüber hinaus hat die Ministerin ab Februar eine Regelung in Kraft gesetzt, nach der das Wohlergehen und die Gesundheit der Tiere, vor allem der landwirtschaftlichen Nutztiere, im ganzen Land jährlich untersucht wird.

Deutschland ist wichtigster Handelspartner

Mit einem Gesamtexportwert von rund 16 Milliarden € ist Deutschland der wichtigste Agrarhandelspartner der Niederlande. Nahezu ein Viertel aller Agrareinfuhren in Deutschland

stammen aus dem Nachbarland. Für die Niederländer ist das nicht nur sehr erfreulich, es ist zugleich auch immer wieder Ansporn, die weitreichenden Anforderungen der deutschen Konsumenten zu erfüllen. Grundsätzlich erwartet der deutsche Konsument - und das völlig zu Recht - Agrarprodukte gleichbleibend guter Qualität und Sicherheit, die zu fairen Preisen angeboten werden und die eine positive Klimabilanz, oder wie es nun heißt, einen guten "CO2-Fußabdruck", aufweisen. Alles das bieten die Agrarprodukte vom niederländischen Nachbarn. Die wichtigsten Produktgruppen für den Export nach Deutschland sind Obst und Gemüse mit rund 15 Prozent, Zierpflanzen (13 Prozent) sowie Milchprodukte und Eier (11 Prozent). Aber auch für Fleisch (9 Prozent), Tierfutter (8 Prozent) und Kakao (5 Prozent) aus den Niederlanden besteht auf dem deutschen Markt eine starke Nachfrage. Auf der IGW in Berlin können sich auch in diesem Jahr die Messebesucher wieder persönlich vom Geschmack und der Qualität der Agrarprodukte aus dem Nachbarland überzeugen. An den niederländischen Ständen in Halle 18 können sie alles probieren und darüber hinaus auch fachkundige Informationen zu den Produkten und ihren Produktionsverfahren erhalten.

Mosaik aus Holzschuhen

Die Niederlande sind nicht nur für ihre Agrarprodukte weltbekannt, auch ihre Alten Meister genießen weltweites Ansehen. Die Gemälde von Rembrandt van Rijn, Frans Hals, Jan Vermeer oder auch Vincent van Gogh zählen heute zu den bedeutendsten Kunstschätzen. Eines der bekanntesten Bilder ist Rembrandts "Nachtwache", die im Amsterdamer Rijksmuseum zu besichtigen ist. So wie die "Nachtwache" am Gemeinschaftsstand der niederländischen Agrarwirtschaft auf der IGW zu sehen sein wird, hat sie aber bestimmt noch keiner der Messebesucher gesehen: Als Mosaik, in dem die Mosaiksteine kleine Holschuhe sind! Die Idee dazu hatte Martin Dijkman, Inhaber eines Holzschuhbetriebes in der Provinz Overijssel. In mühevoller und jahrelanger Kleinarbeit hat er mit vielen Freiwilligen Rembrandts Meisterwerk aus 30.000 Miniatur-Holzschuhen als Mosaik nachgebildet. Die Holzschuhe, oder "Klompen" wie sie in den Niederlanden heißen, sind jeweils 3,5 cm lang und wurden mit insgesamt 225 verschiedenen Farbtönen angemalt, um die Farbspiele aus Rembrandts Original nachempfinden zu können. Wenn die niederländische Landwirtschaftsministerin Gerda Verburg ihre deutsche Amtskollegin Ilse Aigner beim traditionellen Messerundgang begrüßt, wird das 4 mal 5,80 Meter große "Klompen-Mozaiek" eines der Highlights am niederländischen Gemeinschaftsstand sein.

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