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Exklusive Ratschläge für Sie von Paprikagärtner Twan: 1.Gut gelagert halten sich Paprika etwa eine Woche: Bewahren Sie Paprika nach dem Kauf an einem kühlen Ort – aber nicht im Kühlschrank – auf. Die Temperatur sollte bei 12-16 Grad Celsius liegen. 2.Paprika ist für alle da: Auch bei einem empfindlichen Magen müssen Sie nicht auf Paprika verzichten! Vor der Zubereitung einfach die Haut mit einem Sparschäler entfernen oder kurz im Ofen angrillen und enthäuten. 3.Paprika reifen von grün nach rot bzw. von grün nach gelb oder orange, je nach Sorte. Rote, gelbe und orange Paprika sind im Geschmack süßer und milder als die grüne Sorte, da sie länger an der Pflanze reifen. Die milderen Fruchtgemüsetypen werden daher gern als Rohkost genutzt. Die etwas herbere grüne Paprika eignet sich eher in warmen Speisen, wie zum Beispiel in Aufläufen. Alle Paprikasorten enthalten übrigens drei Mal soviel Vitamin C wie eine Apfelsine. |
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Informiert Sie 14-täglich über die Grundprinzipien des Gewächshausanbaus von Paprika, Gurke, Aubergine und Tomate.
In dieser Ausgabe erfahren Sie am Beispiel der Paprika, wie nachhaltig und verantwortlich die Gärtner ihre Produkte erzeugen.
Im letzten Jahr wurden rund 128 Millionen Kilogramm Paprika aus unserem Nachbarland importiert. Holland-Paprika ist bei deutschen Konsumenten so beliebt wie noch nie. Kein Wunder, denn die bunten Früchtchen sind nicht nur lecker, sondern auch nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit erzeugt. Beim Gemüseanbau legen die niederländischen Gärtner besonderen Wert auf verantwortliche und natürliche Produktion. Einer von ihnen ist Twan Wijnen. 1990 gründete er zusammen mit seinem Vater den Paprikabetrieb in der Nähe von Venlo. Heute baut er auf inzwischen rund 18 Hektar das vitaminreiche Fruchtgemüse an.

In den letzten Jahren hat sich viel in Twan Wijnens Gewächshaus verändert. Nicht nur die Größe des Paprikaunternehmens und die Mitarbeiterzahl haben zugenommen, auch das Umweltbewusstsein beim Paprikaanbau ist gestiegen. „Ein sehr wichtiger Grundsatz für den Anbau unseres Fruchtgemüses ist, nachhaltig und energieeffizient zu arbeiten: Umwelt und Ressourcen müssen, so gut es geht, geschont werden", betont Paprikagärtner Twan Wijnen. "Das nicht benötigte Regenwasser zum Beispiel wird in großen Bassins und die Wärme aus dem Gewächshaus in speziellen Speichern gesammelt – nichts geht verloren."

Twan Wijnen setzt – wie viele andere Fruchtgemüsegärtner auch – die Kraftwärmekopplung in seinem Gewächshaus ein. Mit Wärmekraftanlagen erzeugt er aus Gas Wärme und Strom. Das CO2, das dabei entsteht, nutzen die Pflanzen zur Photosynthese. "Den Strom, den wir nicht brauchen, geben wir an andere ab. Zum Beispiel an Privat-Haushalte, Krankenhäuser oder soziale Einrichtungen", erklärt der Gemüsegärtner, der den Familienbetrieb seit einigen Jahren gemeinsam mit seinem Bruder Pieter führt. "Etwa zwanzig Prozent des holländischen Energiebedarfs werden so gedeckt!" Der Wirkungsgrad, der aus der eingesetzten Energie im Gewächshaus geholt wird, beträgt auf diese Weise etwa 95 Prozent. Zum Vergleich: Große Kraftwerke haben nur einen Wirkungsgrad von etwa 50 Prozent.

Der holländische Unterglasanbau ist vom Prinzip her ein Recycling-Kreislauf. Kostbare Ressourcen, wie Licht, Wärme, Regenwasser und Nährstoffe, die hier eingesetzt werden, können im geschlossenen System des Gewächshauses optimal genutzt und gespeichert werden. Das kommt der Natur entgegen. Ganz natürlich sind auch die Methoden, mit denen die Pflanzen gesund und kräftig gehalten werden. Biologischer Pflanzenschutz hilft gegen Schädlinge; Hummeln übernehmen die Blütenbestäubung. Twan Wijnen ist stolz auf seine Produkte: "Der Verbraucher kann sich auf uns verlassen. Unsere Paprika ist in jeder Hinsicht 100 % Reif für Genuss".
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